Ich hasse Drei-Stunden-Läufe. Vor allem wenn sich nach 20km die Beine verabschieden. Oder wenn man bei km28 merkt, dass man noch einen Umweg einlegen muss, um die Zeit vollzuriegen. Oder wenn man bei km25 ist und weiss, dass man eigentlich die letzten paar Ks im MRT (Marathon-Renn-Tempo) laufen wollte.
Ich hasse Drei-Stunden-Läufe. Obwohl, man muss dazu sagen:
danach ist man immer stolz. Und es gibt auch wirklich Gute unter ihnen, als wenn einem der Waldweg alle Steinchen zur Seite räumte. Wenn man zur Seite guckt, die Welt an sich vorbeirauschen sieht und staunt, wie schnell und stetig und mühelos das geht - als säße man im Zug. Oder wenn man in neues Terrain kommt und neugierig weiterläuft, sich wie Kolumbus fühlend, 500m nach dem letzten bekannten Umkehrpunkt. Oder wenn man die schon bekannte Umgebung wahrnimmt, den Wald oder die Wildschweine oder den unglaublich roten Fliegenpilz dort am Weg. Oder wenn man beim Gedanken schleifen lassen schöne Gedanken schleift. Oder im iPod schöne Lieder kommen. Oder wenn man an der letzten Trinksation merkt, daß man noch Kraft hat, und im letzten Abschnitt die Oberschenkel überredet, die Füße nicht am Boden schleifen zu lassen. Oder wenn man ein MGM-Tshirt überholt.
Sonntag, 30. September 2007
Freitag, 28. September 2007
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