Mein Mitbewohner Andreas hat die Backsaison begonnen. Seit vorgestern abend stehen die ersten Weihnachtsplätzchen süßlich duftend auf unserem Esstisch.
Ich betrachte es als Erstschlag. Der Krieg hat begonnen.
Man muss nämlich dazusagen, daß letztes Jahr unsere Backsaison vom Backvergnügen über Backwut zum Backwahn ausgeartet ist. Andreas und ich hatten recht harmlos begonnen; mal ein Rezept hier, mal ein Rezept dort. Wer mich noch aus Eckertwegzeiten kennt weiss, dass ich eine inhärente Affinität zum Backvorgang besitze. Im Wohnheim war das ja auch alles kein Problem, mit der Zahl der Mäuler immer größer als die Zahl der backbaren Süßigkeiten. Aber in einer 4-erWG sind die Kapazitäten der Plätzchenvertilgung irgendwo begrenzt. Und ich hatte doch drei Jahre, in Australien und auch zu Beginn hier in München, keinen Backofen, und somit Einiges nachzuolen. Nur kam es dazu, dass Andreas auch gerne backt, und sich anscheinend zunächst inspiriert und schliesslich angestachelt fühlte, meinen Backtivitäten Paroli zu bieten.
Und Andreas hat jeden Abend Zeit.
Johannes, mein anderer Mitbewohner, hat sich am Anfang naiver weise noch gefreut - aber nicht mehr lange. Irgendwann ist das alles einfach nur - eklig süß. Und Johannes erste Reation, als er mich gestern , einen Tag nach Andreas, in der Küche mit Teigrolle und Hefeteig sah, war: "oh nein, nicht Du auch wieder."
Es war nur Pizza. Dieses Jahr bleib ich friedlich.
Sonntag, 28. Oktober 2007
Dienstag, 23. Oktober 2007
150
Kennt ihr das auch? es gibt Tage, die sind einfach _still_. man steht morgends auf, geht Zur Arbeit, arbeitet los, und die ganze Zeit spricht man kaum ein Wort. Dann kommt die Mittagspause, und aus irgendeinem Grund kommt kein Gespräch auf, oder man hört nur zu. Dann wieder arbeiten, kein Meeting, kein Schnack an der Tür etc. Und am Ende des Tages hat man so gut wie allerhöchstens 100 Worte geprochen, ok, sein wir generös, 150. Geht das nur mir so? Ich finde solche Tage absolut aetzend, vor allem, wenn sie hintereinander auftreten. Lieber 5 Kaffeepausen 10 Meetings und 20 Diskussionen im Flur, so dass man nachher noch 2 Stunden länger bleiben muss um seine Arbeit zu schaffen!
Samstag, 13. Oktober 2007
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Frust im Bett (Was man sonntags so macht Teil 3)
Normalerweise bin ich morgens schnell an Deck, aber diesen Sonntag wollte ich nicht so recht. Nicht so recht raus aus dem Bett, und sobald ich draussen war, dann auch irgendwie schnell wieder rein. Und wieder. Und dann wieder. Und ein paar Stunden später war es dann klar: Ich werd krank.
Das dümmste am Krankwerden ist, daß man es nicht timen kann. Meistens erwischt es einen gerade dann, wenn man Umziehen muss und keine Möbelpacker bestellt hat, nach Neuseeland fliegen will, einen wichtigen Geschäftstermin vor Augen hat oder sonst irgendwie fit sein muss. Ich zum Beispiel wollte kommenden Sonntag Marathon laufen.
Letzten Sonntag war ich noch guter Dinge und voller Hoffnung, meine Erkältung mit Vernunft, Rücksicht, pillenförmigen, flüssigen und überflüssigen Mittelchen aus der Apotheke kurieren zu können, bis es los geht.

Aber inzwischen ist Donnerstag, ich war 2 Tage lang fast nicht bei der Arbeit und Spazieren ist so etwa das Sportlichste, was ich mir vorstellen kann, 4 Stunden lang durchzuhalten.Und beim Durchziehen der dritten Vick-Vaporup-Dose, mit Salviathymol 5mal täglich, Zink-leveln im Blut die eigentlich schon zu Ablagerungen führen müssen, eingepackt in Socken- Wollunterwäsche-Schlafanzug-Pulli-Pulli-Pulli-Bettdecke-Bettdecke und mit der Heizung auf voller Power kommen einem schon mal Wahnvorstellungen:
Warum zum Teufel habe ich AntiVir nur auf meinem Computer und nicht in meiner Nase installiert. Wenn ich mir einbilde, ich sei ein Hund, werde ich dann immun? Und wie schmeckt eigentlich ein Zebrastreifen? ...Nordpooooool...

Aber es gibt auch klare Momente. Immerhin kann endlich meine groben Bildungslücken - gerissen durch die Abwesenheit eines Fernsehers - etwas verkleinern indem ich mich durch die DVD Sammlung meines Mitbewohers glotze. Oder den Volleyball-Dauerspiel-Weltrekord per livestream verfolgen. Es gibt ja zum Glück auch andere Verrückte.
Und vielleicht werde ich ja doch noch gesund vor Sonntag. Ich geb die Hoffnung nicht auf.
Das dümmste am Krankwerden ist, daß man es nicht timen kann. Meistens erwischt es einen gerade dann, wenn man Umziehen muss und keine Möbelpacker bestellt hat, nach Neuseeland fliegen will, einen wichtigen Geschäftstermin vor Augen hat oder sonst irgendwie fit sein muss. Ich zum Beispiel wollte kommenden Sonntag Marathon laufen.
Letzten Sonntag war ich noch guter Dinge und voller Hoffnung, meine Erkältung mit Vernunft, Rücksicht, pillenförmigen, flüssigen und überflüssigen Mittelchen aus der Apotheke kurieren zu können, bis es los geht.

Aber inzwischen ist Donnerstag, ich war 2 Tage lang fast nicht bei der Arbeit und Spazieren ist so etwa das Sportlichste, was ich mir vorstellen kann, 4 Stunden lang durchzuhalten.Und beim Durchziehen der dritten Vick-Vaporup-Dose, mit Salviathymol 5mal täglich, Zink-leveln im Blut die eigentlich schon zu Ablagerungen führen müssen, eingepackt in Socken- Wollunterwäsche-Schlafanzug-Pulli-Pulli-Pulli-Bettdecke-Bettdecke und mit der Heizung auf voller Power kommen einem schon mal Wahnvorstellungen:
Warum zum Teufel habe ich AntiVir nur auf meinem Computer und nicht in meiner Nase installiert. Wenn ich mir einbilde, ich sei ein Hund, werde ich dann immun? Und wie schmeckt eigentlich ein Zebrastreifen? ...Nordpooooool...

Aber es gibt auch klare Momente. Immerhin kann endlich meine groben Bildungslücken - gerissen durch die Abwesenheit eines Fernsehers - etwas verkleinern indem ich mich durch die DVD Sammlung meines Mitbewohers glotze. Oder den Volleyball-Dauerspiel-Weltrekord per livestream verfolgen. Es gibt ja zum Glück auch andere Verrückte.
Und vielleicht werde ich ja doch noch gesund vor Sonntag. Ich geb die Hoffnung nicht auf.
Montag, 1. Oktober 2007
Griăß Gott in Boăirn!
Alle reden vom Kulturschock im Ausland. IM AUSLAND???? Habt ihr euch schon mal im INLAND umgehört??? Für alle Hartgesottenen:
Wikipedia auf Bayerisch. Steht alles drin. Zumindest fast alles. Und ich nehm inzwischen ca einmal die Woche Fremdsprachenunterricht Bayerisch: Lieder vom Krautnsepp und anderen Originals, von mir ins Deutsche übersetzt und von meinem Labornachbarn kontrolliert. Gar nicht so einfach, selbst wenn man die Textstelle 3mal hört. Was dagegen wirklich einfach ist am Bayrischen sind die Verhaltensregeln: Sei unfreundlich - dann passt's scho!
Pfiat Eich!
Wikipedia auf Bayerisch. Steht alles drin. Zumindest fast alles. Und ich nehm inzwischen ca einmal die Woche Fremdsprachenunterricht Bayerisch: Lieder vom Krautnsepp und anderen Originals, von mir ins Deutsche übersetzt und von meinem Labornachbarn kontrolliert. Gar nicht so einfach, selbst wenn man die Textstelle 3mal hört. Was dagegen wirklich einfach ist am Bayrischen sind die Verhaltensregeln: Sei unfreundlich - dann passt's scho!
Pfiat Eich!
Abonnieren
Posts (Atom)

